Die Rolle des Genossenschaftsverbands Bayern

Der Genossenschaftsverband Bayern ist der Prüfungsverband der bayerischen Genossenschaftsbanken. Aufgrund des den Genossenschaftsverbänden verliehenen gesetzlichen Prüfungsmonopols mischen diese sich massiv in die Geschäftspolitik jeder einzelnen Volks- oder Raiffeisenbank ein. Obwohl es eine Einmischung Dritter eigentlich nicht geben kann und darf. 
Die Strukturpläne des Genossenschaftsverbandes Bayern sehen für Bayern nur noch wenige, jedoch enorm große, milliardenschwere Genossenschaftsbanken vor. Alle anderen Volks- und Raiffeisenbanken fallen diesen Plänen zum Opfer.   (mehr dazu auch hier)

Unter Ausnutzung des den Genossenschaftsverbänden gesetzlich verliehenen Prüfungsmonopols werden kleinere und mittlere Genossenschaftsbanken vom Verband angewiesen zu fusionieren. Weigern sich Vorstand und Aufsichtsrat diese Vorgaben umzusetzen, wird die staatliche Bankenaufsicht BAFIN eingeschaltet um Druck auszuüben und ggf. den Vorstand wegen angeblicher Unfähigkeit die Zulassung zu entziehen. 
Die Mitglieder und Vertreter der Volks- und Raiffeisenbanken spielen für den Genossenschaftsverband Bayern in diesem Spiel um finanzielle Macht und politischen Einfluss nur die Rolle von leider nötigen Statisten, die nur zur Abstimmung gebraucht werden.
Wichtig ist für diesen Verband nur, dass die Fusion auf jeden Fall zustande kommt. Egal wie. Hier dazu ein Brief von uns an den GVB als PDF-Datei, eine Antwort haben wir bisher nicht erhalten.)

In den Erläuterungen zum Umwandlungsgesetz ist folgendes zu lesen: "Die Meinungsbildung der Anteilsinhaber wird durch umfassende Unterrichtungs- und Aufklärungspflichten der Unternehmensleitungen erleichtert. Soweit erforderlich, müssen der Umwandlungsvorgang und seine Folgen für die Anteilsinhaber von unabhängigen Sachverständigen beurteilt werden." (Bundestagsdrucksache DR 12/6699)
Bei Fusionen von Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern besteht dieser Verband von den Vorbereitungen zur Fusion bis hin zur Abstimmung auf seine Schlüsselrolle und steuert dadurch alles in seinem Sinn. Zur Verlesung in der Vertreterversammlung erstellt er ein sog. Verschmelzungsgutachten in dem bestätigt wird, dass die Fusion mit den Belangen der Mitglieder vereinbar ist. Ob dieses Gutachten wirklich objektiv und unparteiisch ist, wird stark bezweifelt. Denn der Verband prüft dabei seine eigenen Vorgaben im von ihm selbst zur Verfügung gestellten Verschmelzungsvertrag und Verschmelzungsbericht. Und diese Vorgaben dienen nicht dem Interesse der Mitglieder sondern nur dem Interesse von Verband und BVR. 

Ganz besonders werfen wir dem Genossenschaftsverband Bayern vor, bewusst eine zutreffende und vollständige Information der Mitglieder über die bei Verschmelzungen auftretenden und aus der Mitgliedschaft erwachsenden Vermögensinteressen der Mitglieder zu verhindern.
Die Planungen des Genossenschaftsverbands Bayern gehen dahin, dass im Rahmen von ständig weitergehenden Fusionen nur noch wenige selbständige Genossenschaftsbanken übrig bleiben und diese jeweils viele unselbständige, von der Geschäftspolitik der Muttergesellschaft abhängige Zweigniederlassungen mit dem Namen der jeweiligen früheren Volks- oder Raiffeisenbank betreiben. (hier mehr dazu

Über uns

igenos e.V.
Kirchstr. 26
56859 Bullay
Tel.: 06542 9693840
AG Koblenz VR 21586
E-mail post(ätt)igenos.de

Vorstand
  • Gerald Wiegner
    Diplom Volkswirt
    56859 Bullay
    Georg Scheumann
  • genossenschaftl. Bankbetriebswirt
    90613 Großhabersdorf
    Tel: 09105 1319
  • Email: post@igenos-sued.de