Das Schicksal der Zweigstellen

8 Zweigstellen der VR meine Bank eG  sind extrem gefährdet 

Im obigen Bild sind die Zweigstellen der VR meine Bank eG, der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG und der VR-Bank Nürnberg eG kenntlich gemacht.
Bis zu 8 Zweigstellen der VR meine Bank eG können dabei von einer Schließung betroffen sein.
 Gefährdet sind nach unserer Erfahrung und Kenntnis der Genossenschaftsorganisation dabei: Gollhofen, Ulsenheim, Sugenheim, Markt Bibart, Baudenbach, Diespeck, und Neuhof a.d.Zenn oder Wilhermsdorf.
Die Gründe die für solche Überlegungen sprechen, liegen klar auf der Hand:
a) Gollhofen und Ulsenheim: Wegen der Nähe zu Uffenheim ist es den Mitgliedern und Kunden zumutbar, die Geschäftsstelle in Uffenheim aufzusuchen und dort jene Geschäfte zu tätigen, die online nicht erledigt werden können.
b) Den Mitgliedern und Kunden aus Sugenheim und Markt Bibart kann der Weg nach Scheinfeld zugemutet werden, während
c) den Mitgliedern und Kunden aus Baudenbach und Diespeck, jederzeit der Weg zur Hauptgeschäftsstelle Neustadt offen steht.
d) Mitgliedern und Kunden aus Neuhof a. d. Zenn wird der Weg nach Wilhermsdorf oder Emskirchen empfohlen werden, falls Wilhermsdorf geschlossen wird, werden Kunden und Mitgliedern die Zweigstellen in Neuhof a.d. Zenn oder Langenzenn empfohlen 

Es nützt übrigens nichts, wenn im Verschmelzungsvertrag  vereinbart wird, diese oder jene Zweigstelle zu erhalten. Zwar hatten auch wir gedacht, dass auf im Vertrag getroffene Abmachungen die Mitglieder einen Anspruch haben, aber wir mussten uns eines Besseren belehren lassen. 
In einem Schreiben des Genossenschaftsverbands Bayern, welches uns vorliegt (hier Kopie.....), ist zu diesem Thema folgendes zu lesen:
".......ist noch darauf hinzuweisen, dass Anspruchsberechtigte aus dem Verschmelzungsvertrag die beteiligten Rechtsträger sind. Hingegen gibt der Verschmelzungsvertrag den Anteilseignern eines Rechtsträgers (Genossenschaftsmitgliedern) selbst keinen Anspruch gegen den Vertragspartner oder gegen die Vertretungsorgane ihres Beteiligungsunternehmens, die beschlossene Verschmelzung auch umzusetzen. Die Anteilseigner (Genossenschaftsmitglieder) sind weder Partei des Vertrages noch wirkt dieser insofern zu ihren Gunsten unmittelbar drittschützend. Sie können deshalb keine originären Rechte aus dem Vertrag geltend machen."
....................................
..........würde eine Regelung der Garantie einer Filiale auf unbestimmte Zeit in einem Verschmelzungsvertrag jeglicher Praxis und auch der Empfehlung seitens des Genossenschaftsverbandes widersprechen, da eine solche Verpflichtung im Verschmelzungsvertrag auf unbegrenzte Zeit alleine aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht übernommen werden kann."

Das wiederum bedeutet einerseits, dass die Mitglieder der ehemaligen, VR meine Bank eG keinerlei Einspruchsrechte gegen Entscheidungen nach der Verschmelzung, wie z.B. bei Schließung von Zweig- und Geschäftsstellen oder Warenlager haben, da alleine die Rechtsnachfolger, also die Vorstände der verschmolzenen Genossenschaft dafür zuständig wären. Ob diese allerdings bereit wären, einen Prozess gegen sich selbst zu führen, erscheint höchst fraglich.   
Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn nach der Fusion Ihre Zweigstelle plötzlich geschlossen wird.

Im Verschmelzungsvertrag  ist bereits zu lesen, was erfolgen wird:
"Die personelle Ausstattung der künftigen Niederlassungen bzw. Betriebsstellen erfolgt entsprechend den Markterfordernissen und den betrieblichen Notwendigkeiten. Hieraus ergibt sich, dass — auch bei der übernehmenden Genossenschaft — Umsetzung und Versetzung sowie sonstige arbeitsrechtliche Maßnahmen erforderlich werden können."

Wenn deshalb künftige Niederlassungen bzw. Betriebsstellen der VR-Bank Metropolregion Nürnberg nur noch eingeschränkt geöffnet oder sogar geschlossen werden, dann werden Mitarbeiter frei.

Wundern Sie sich deshalb auch nicht, wenn manche Mitarbeiter danach selbst kündigen.
Denn bei den drei fusionswilligen VR-Banken handelt es sich jeweils um Banken mit Bilanzsummen in Milliardenhöhe. Das bedeutet, dass in jeder Bank, Mitarbeiter dafür zuständig sind, eine der auch als Fusionsgrund  genannten Regulationsvorschriften zu bearbeiten. Arbeiten, die in jeder einzelnen VR-Bank bisher jeweils 2 oder 3 Mitarbeiter gemacht haben, werden nach der Fusion vielleicht von 2,5 - 3 Mitarbeitern gemacht werden. Schließlich ändern sich die Vorgaben dabei nicht, bzw. nur unwesentlich. Die verbleibenden bisher damit befassten 3 - 5 Mitarbeiter werden dann für andere Arbeiten eingesetzt. Gleiches gilt für weitere Bereiche im Bankgeschäft wie z.B. Buchhaltung, Innenrevision u. dgl.. Auch dort werden frei werdende Mitarbeiter an anderer Stelle eingesetzt werden. Und auch bei der Schließung von Zweigstellen werden viele Mitarbeiter frei, für die dann eine andere Aufgabe gesucht werden muss, weil schließlich versprochen wurde, dass es keine fusionsbedingten Kündigungen geben wird.
Aber welche Reaktion zeigen wohl Mitarbeiter, wenn nach der Fusion z.B. die Mitarbeiter der Geschäftsstellen aus Ulsenheim, Gollhofen, Sugenheim usw.täglich zu einer weit entfernten Geschäftsstelle in 80 - 90 km Entfernung fahren müssen, weil sie dorthin versetzt werden.

Und wenn der Vorstand dazu meint, solche Kündigungen können nicht geschehen, weil jede Zweigniederlassung der fusionierten Bank diese Aufgaben selbst bei sich im Haus weiter erledigt, dann sollten Sie ihn fragen wozu er dann überhaupt fusionieren will.

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